Ausverkauf an den Finanzmärkten, August 2011

Schlechte Konjunkturdaten, Angst vor einer Rezession und die Schuldenkrise in Europa und den USA setzen den Börsen auf der ganzen Welt seit unserem letzten Marktbericht vom Juli 2011 schwer zu. Insbesondere die Sorgen um das US-Wirtschaftswachstum führen derzeit zu einer globalen Flucht aus Aktienwerten. Die Stimmung an den Finanzmärkten erinnert zunehmend an die Panik im September und Oktober vor drei Jahren. Überraschend gute Arbeitsmarktzahlen aus den USA, angekündigte Reformen in Italien und Stützungsmassnahmen der EU liessen die Investoren am 5. August 2011 zwar vorübergehend etwas aufatmen. Fast überall gewannen die Pessimisten aber rasch wieder die Oberhand und drückten die Märkte erneut ins Minus.

Zumindest kurzfristig wird die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten mit grosser Wahrscheinlichkeit eingetrübt blieben. Als Folge der ungelösten Schuldenproblematik hat Standard & Poors die langfristige Kreditwürdigkeit der USA in der Nacht auf den 6. August 2011 um eine Stufe herabgesetzt. Obwohl er erwartet werden musste, könnte dieser Schritt die weltweite Sorge vor einem Abgleiten der US-Wirtschaft in eine neue Rezession noch verstärken. Aber auch das Misstrauen der Märkte gegenüber der Wirksamkeit von Rettungsaktionen zugunsten von kriselnder Euro-Ländern wird vermutlich noch eine Weile andauern. Viele sehen die Politik in der Pflicht, endlich überzeugende Lösungen für die Schuldenkrisen zu finden und damit die Märkte nachhaltig zu beruhigen.

Mit Befriedigung stellen wir fest, dass sich die Portfolios unserer Kunden trotz der massiven Kurseinbrüche der vergangenen Tage sowohl risiko- als auch performancemässig sehr gut gehalten haben. Für kurzfristige Interventionen sehen wir zum gegenwärtigen Zeitpunkt keine Veranlassung.

Ihr Ansprechpartner
Daniel Hug,
Präsident des Verwaltungsrates und Geschäftsführender Partner
Daniel Hug